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Eine Legende lebt
„Legende“, „Mysterium“, „Rock-Geschichte“ – das war
und ist X-Japan, die wohl einflussreichste Band Japan’s.
Vielleicht wäre sogar „Imperium der japanischen Rockszene“ noch
passender. Ich übertreibe keines Wegs im Gegenteil, selbst während 10
Jahren Ruhepause der Band waren sie stets in Medien, Plattenläden und
teils sogar Hitparaden präsent und dies nicht nur in Japan. Die
„Fan-Gemeinde“ ist sehr gross und erstreckt sich über alle 5 Kontinente,
was sich übrigens auch generell auf Liebhaber der japanischen Musik
bezieht.
Die Gründe, weshalb X-Japan so gross
ist, liegen einerseits in der Musik aber auch im Stil der Gruppe. Die
meissten Songs stammen aus der Feder des Band-Leaders „Yoshiki Hayashi“.
Während der Indie-Zeit hat er vor allem versucht den 80-Jahre Rock’n
Roll mit der klassischen Musik zu vereinen, was ihm sehr gut
gelungen ist. X-Japan hat den Visual Kei zelebriert, wie keine Band es
je tun wird. Ihre Schlagworte waren: „Psychedelic Violence and Crime
of Visual Shock“, sozusagen das X-Credo. Hervorragende Songs, wie
z.B. „Endless Rain“ oder „Rose of Pain“ sind daraus entstanden und sind
auch heute noch sehr beliebt. Mit der Zeit hat sich auch die Musik
verändert und zwar auf eine ganz eigene Art und Weise. Daraus entstand
J-Rock. J-Rock ist nicht vergleichbar mit irgendeinem Musikstil den wir
kennen, ich denke er hat sich ähnlich wie der CH-Rock (für die Schweiz)
in sich selbst entwickelt. Natürlich gab es zu X-Zeiten noch andere
Bands in Japan, aber ich denke X hatte damals eine Art Anführer-Rolle in
der Branche.
Der
visuelle Stil der Band schlug damals hohe Wellen in Japan, und das Volk
war in seiner Meinung geteilt. Die einen liebten es, die anderen hassten
es – es gab kein zwischendrin und das gibt es auch heute noch nicht.
Frisur und Kleidung erinnern sehr an die europäische und amerikanische
Heavy-Metal-Szene, die geschminkten Gesichter vor allem an Kiss und
Konsorte. Die japanischen Rocker unterscheiden sich aber sehr von den
westlichen. Visual Kei wird in Japan professionell aufgezogen, es ist
keine Jugendphase und wirkt auch nicht wirklich schmutzig und verrucht,
sondern eher pickefein durchgestylt und sauber gepflegt, die Stars
verwandeln sich auf der Bühne zu richtigen Diven. Die japanische Ironie
ist auch da zu spüren, so böse und erschreckend die Burschen auch
dreinschauen, so anständig und normale Japaner sind sie in Wirklichkeit
(Ich sage absichtlich „normale Japaner“, wer sich mit dem Land ein wenig
auskennt, weiss auch wieso…).
Die Sensation - die Reunion - schlug Ende des letzten Jahres ein wie eine Bombe. Für viele
ging ein Traum in Erfüllung. Die meisten hätten sich das nicht mehr
träumen lassen. Der erste Song der aus der lang ersehnten "Wiedergeburt"
entstand - I.V. (war ursprünglich als Theme-Song für
den Film "Saw I.V." geplant) verspricht sehr viel. X-Japan ist sich
seinem Stil treu geblieben. Das Toshi der Band so lange den Rücken zu
gekehrt fällt gar nicht auf. Es ist nur zu hoffen, dass die Erwartungen
der Fans, aber auch der Band selber nicht zu hoch sind, denn eines ist
klar - es ist viel Zeit vergangen, es gibt Dinge, die nicht mehr
zurückkommen können, vieles wird nie wieder so sein wie damals...
Bandgeschichte
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1982 |
Toshi und
Yoshiki (damals 17 Jahre alt) planen eine Band zu gründen. Zwar gibt
es noch keine richtige Band, aber das Konzept ist vollends durchdacht. Es
ist Yoshikis „Traum“ und den Traum nennen sie zuerst Dynamit, später
Nois und schlussendlich X.. |
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1985 |
Yuji und
Toma (Gitarre) und Tokuo (Bass) stossen zum Projekt dazu.
1. Indie-Single
I’ll Kill You erscheint. Der Erfolg ist eher mässig. |
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1986 |
Yuji und Toma
werden durch Jun ersetzt, Tokuo durch Hikaru.
2. Indie-Single
Orgasm erscheint. |
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1987 |
Jun verlässt die
Band. Toshi und Yoshiki entdecken den jungen Gitarristen hide mit
seinen Saber Tigers, und wollen ihn für sich gewinnen, was ihnen auch
gelingt. Zudem stösst Isao als 2. Gitarrist zu der Band.
Hikaru steigt aus
und wird durch Taiji ersetzt.
Isao scheidet
nach einem Unfall aus, Pata nimmt seinen Platz an der Gitarre ein.
Da kein Produzent
bereit ist die etwas wilde und verrückte Band unter Vertrag zu nehmen,
gründet Yoshiki sein eigenes Label Extasy Records. |
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1988 |
1. Album
Vanishing Vision erscheint. Die Fangemeinde der Heavy Metal/Visual
Kei-Band ist zu Beginn sehr bescheiden, aber schon bald kann sich der
absolut neue Trend in Japan etablieren. |
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1989 |
2. Album Blue
Blood erscheint und das ist der Durchbruch für X
1. Major-Single
Kurenai. Dieser Song ist der Song von X überhaupt und wird noch lange
Nr 1 bleiben. Div. Singles folgen. |
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1991 |
3. Album
Jealousy erscheint. Mittlerweilen ist die Band im ganzen Land bekannt
und sehr beliebt. Der neue Trend J-Rock/Visual Kei ist geboren. |
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1992 |
Taiji verlässt
nach Unstimmigkeiten die Band. Als neuer Bassist kommt Heath
dazu.
Da es in den USA
bereits eine Band mit Namen X gibt, muss sich die Band, nach verlorenem
Rechtsstreit, umbenennen. Man einigt sich auf X-Japan. |
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1993 |
4. Album Art
of Life erscheint. Es beinhaltet lediglich einen Song, der allerdings
satte 29 Minuten dauert. Art of Life wird als Kunstwerk betitelt und wird
zusammen mit Anime-Ausschnitten an Ausstellungen gespielt. Das ganze Lied
ist eine Art Wandel durch die Musikwelt – Klassik und Rock perfekt vereint. |
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1995 |
X-Japan geht 2
Jahre lang auf Tournee „Dahlia Tour“ und gibt am 31.12.96 ein legendäres
Konzert Dahlia Tour Final in Tokyo Dome (Baseballstadion). X-Japan
ist übrigens die erste Band, die es schafft den Tokyo Dome mit Fans zu
füllen. |
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1996 |
5. Album
Dahlia erscheint. |
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1997 |
Toshi verlässt
die Band.
Am 31.12.1997
gibt X-Japan das letzte Konzert überhaupt The Last Live. Mit dem
The Last Song wird das Kapitel X-Japan geschlossen – aber die Legende
lebt weiter.
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Seit der
Auflösung |
Yoshiki will mit
hide noch einmal von vorne beginnen und will X-Japan 2000 gründen.
Das Projekt wurde wieder verworfen. Um zu verhindern dass die Band in Vergessenheit gerät vermarktet Yo
seltene Aufnahmen und Samples. Das Album Trans X kam bei den meissten
Fans allerdings nicht gut an. |
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Juni 2007 |
Toshi und Yoshiki möchten sich
für ein Projekt namens
One Song Is
Telling More Than Million Words wiedervereinen. Pata und Heath wollen
zu dem Projekt dazustossen. Der Song Without you ist eine Homage an
hide. |
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März 2008 |
Video-Dreh zu I.V. 3-Tage-Live im Tokyo-Dome (28.-30.03.08) Total
ausverkauft! |
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X-Japan lebt! Inzwischen fand ein Video-Dreh in Hollywood
statt und X-Japan ist inoffiziell auf Welttournee. Allerdings klappt es noch
nicht immer mit den Gigs. |
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